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Das bedeuten klinisch und dermatologisch getestet

Werbung für kosmetische Präparate verspricht viel. Doch was steckt wirklich hinter Aussagen wie »klinisch geprüft«, »dermatologisch getestet« oder »hypoallergen«? Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 15. August 2017 gibt Antworten:
-  Klinisch geprüft: Die Werbeaussage besagt lediglich, dass die Zubereitung unter klinischen Bedingungen am Menschen ausprobiert wurde. Wie und an wie vielen Probanden sie getestet wurde und ob das Ergebnis überhaupt zufriedenstellend zu bewerten ist, darüber sagt der Slogan nichts aus.
-  Dermatologisch getestet: Mit dieser Werbeaussage sichert der Hersteller nur zu, dass bei den Produkttests ein Hautarzt anwesend war. Eine besondere Hautverträglichkeit oder Wirksamkeit lässt sich daraus nicht ableiten.
-  Hypoallergen/für Allergiker geeignet: Diese Formulierung auf dem Cremetiegel bedeutet nur, dass der Kosmetikartikel keine Stoffe enthält, die bekanntermaßen Allergien auslösen können. Wenn der Verbraucher auf einen anderen Stoff mit Unverträglichkeiten reagiert, hat er schlichtweg Pech gehabt.
-  »80 Prozent der Anwenderinnen bestätigen die hervorragende Wirksamkeit«: Hier gilt es, auf dazugehörige Fußnoten zu achten. Da ist oft zu lesen, dass der Hersteller die Anwenderinnen online befragt hat und diese die Kosmetik gratis erhalten haben. Oder es sind nur sehr wenige Anwenderinnen in die Befragung einbezogen worden.

Außerdem in diesem Heft: Die Zukunft des Alterns +++ Vorbild-Funktion in Sachen Diabetes +++ Giftalarm in der Küche

 

 

 

 

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"

Vorbild-Funktion in Sachen Diabetes

 

Eltern und Großeltern wissen durch ihre Lebenserfahrung, wie ein gesunder Lebensstil aussieht. Das können sie auch an ihre Kinder und Enkelkinder weitergeben. Wie Eltern und Großeltern zur Gesundheit ihrer Kinder und Kindeskinder beitragen können, erklärt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. August 2017.

 

Eltern und Großeltern können vor allem in punkto Bewegung eine Vorbild-Funktion übernehmen. Sport bringt Groß und Klein zusammen und verbindet. Besonders Ausdauersportarten eignen sich. Beim Rudern kann beispielsweise ein Jüngerer mehr Kraft aufbringen, aber der Ältere mit seiner lang geübten Technik weiß, wie man das Boot stabilisiert und leicht vorankommt.

 

Sportlich und aktiv zu sein bringt nicht nur Nähe zum Nachwuchs, sondern ist auch aus gesundheitlicher Sicht ein Gewinn. Bewegung macht glücklich, da sie die Ausschüttung stimmungsaufhellender Botenstoffe wie Serotonin oder Dopamin fördert. Wer aktiv und fit ist, senkt außerdem sein Risiko, an Bluthochdruck, Demenz, Osteoporose oder Diabetes zu erkranken. Auch unter Rückenschmerzen und Verspannungen leiden aktive Menschen seltener.

 

Neben körperlicher Bewegung ist auch die stetige geistige Aktivität von Belang. Gemeinsames Spielen gehört für viele Kinder, Eltern und Großeltern zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Beim Memory sind beispielsweise Konzentration und Merkfähigkeit gefordert – das nützt sowohl Kindern als auch Erwachsenen. Ältere Kinder haben Spaß an komplexeren Spielen. Auch Vorlesen ist beliebt bei Jung und Alt. Es schult die Vorstellungskraft, gegenseitiges Geschichtenerzählen auch die geistige Leistungsfähigkeit. Und ganz nebenbei wird die natürliche Sprachentwicklung der Kinder gefördert.

 

Kinder orientieren sich auch in Sachen Ernährung an Vorbildern, und in der Kindheit werden Ernährungsgewohnheiten fürs ganze Leben geprägt. Eltern und Großeltern kommt daher eine besondere Verantwortung zu. Wenn sie viel Zeit mit ihren Kindern oder Enkelkindern verbringen, können sie sich gemeinsam spielerisch mit dem Thema Essen auseinandersetzen. Was muss ich essen, damit ich mich fit fühle? Woher kommen unsere Lebensmittel? Welchen Gewinn hat regionale Küche auch für die Umwelt und Nachhaltigkeit?

Außerdem in diesem Heft: Die Zukunft des Alterns +++ Das bedeuten klinisch und dermatologisch getestet +++ Giftalarm in der Küche

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"

Die Zukunft des Alterns

 

Wie werden wir in Zukunft altern? Wir werden nicht nur länger leben, sondern vor allem gesünder länger leben. Diese Einschätzung vertreten alle Wissenschaftler, die die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten zum Thema gesundes Altern befragt hat. Zu lesen in der aktuellen Ausgabe vom 15. August 2017.

 

Noch vor Jahren glaubte man, alles Altern mit einem einzigen molekular-genetischen Effekt erklären zu können: dass nämlich irgendwann die Enden der zelleigenen Chromosomen, Telomere genannt, aufgezehrt sind und die Zelle dann stirbt oder zumindest zu alt wird für ihre Funktionen. Laut Professor Dr. Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Alternsforschung ist diese Theorie nicht ganz vom Tisch, aber bei Weitem nicht die einzig mögliche.

 

Verschiedene molekulare Alterungsprozesse werden inzwischen so gut verstanden, dass sie für konkrete Konsequenzen in der Vorbeugung von Altersleiden taugen. Und: Verschiedene Organe altern auf verschiedene Weise, und das auch bei Frauen und Männern unterschiedlich. Das gilt zum Beispiel für das Fettgewebe der Haut und das Gehirn. Es sei eine Mär, so Englert, dass grundsätzlich Milliarden von Hirnzellen im Alter sterben. Englert glaubt, »dass wir unser Altern tatsächlich verlangsamen können. Ich bin gleichzeitig überzeugt davon, dass die maximale Lebensspanne des Menschen bei etwa 120 Jahren bleiben wird. Aber wir können unsere individuelle Lebenszeit, besonders das Alter, für jeden erträglicher machen«.

 

Bei Mäusen, berichtete Englert, hat man erfolgreiche Experimente gemacht, bei denen man seneszente, also altersschwache Zellen entfernt hat. Die Mäuse lebten länger, und zwar gesund. Daraufhin bildete sich eine »Mini-Industrie« in der Altersforschung. Ziel sind Pillen, die auch beim Menschen diese Alterszellen entfernen. Die Medikamente haben auch schon eine Gattungsbezeichnung: Senolytika.

 

Auch der Arzneimittel-Experte Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz sieht die Pipeline für neue Medikamente gut gefüllt mit potenziellen Arzneistoffen, die die Lebensqualität von kranken Menschen verbessern werden. Schubert-Zsilavecz ist Leiter des Instituts für Pharmazeutische Chemie an der Universität Frankfurt am Main und deren Vizepräsident. »Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten zehn Jahren echte Fortschritte bei der Behandlung von Demenz-Erkrankungen sehen werden. Darüber hinaus werden sich völlig neue Therapiemöglichkeiten etablieren. So wird die therapeutische Genschere, mit deren Hilfe genetisch bedingte Erkrankungen behandelbar werden, einen festen Platz in der Therapie bekommen.«

 

Außerdem in diesem Heft: Vorbild-Funktion in Sachen Diabetes +++ Das bedeuten klinisch und dermatologisch getestet +++ Giftalarm in der Küche

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"

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